Heizen - aber richtig

Drei Kühe könnten eine ganze Wohnung heizen und Bundesliga-Zuschauer mehr als eine Million heiße Duschen erzeugen - diese Fakten über das Heizen kannten Sie sicher noch nicht. Welche Heizsünden man unbedingt vermeiden sollte und wie man die Heizkostenabrechnung versteht, lesen Sie hier.

Wussten Sie schon, dass ...

Die größten Heizsünden

Ein Rätsel? Heizungsabrechnungen verstehen

Wussten Sie schon, dass ...

  • ... Eisbärenfelle ergiebiger sind als Sonnenkollektoren? Bei einer Temperatur von 0° Celsius wandeln Solarzellen Tageslicht nur zu 40% in Energie um, Eisbärenfelle hingegen sogar 95% davon.

  • ... die Erde täglich etwa viermal mehr Energie in den Weltraum abstrahlt, als wir Menschen derzeit an Energie verbrauchen? 30% des an die Erdoberfläche steigenden Energiestroms kommen aus dem heißen Erdkern selbst. 70% entstehen durch den ständigen Zerfall natürlicher radioaktiver Elemente in Erdmantel und Erdkruste.

  • ... die Römer eine der ersten Zivilisationen waren, die ein zentrales Heizsystem nutzten? Manche Häuser im römischen Reich nutzen eine Hypokauste - ein System, bei dem heiße Luft unter den Boden und in größere Hohlräume geleitet wurde.

  • ... mit der Körperwärme, die drei Kühe im Jahr abgeben, eine 4-Zimmerwohnung beheizt werden könnte? Ein Heizsystem, das in alten Bauernhäusern früher gang und gäbe war.

  • ... alle Bundesliga-Zuschauer genügend Wärme für 1,2 Millionen heiße Duschen erzeugen? Die Körperwärme aller 13 Millionen Bundesliga-Besucher würde genügen, das Wasser zu erhitzen.

Die größten Heizsünden

  • Heizungsschluckauf: Die Heizung gluckert, poltert, kracht? Dann ist es an der Zeit, sie genau unter die Lupe zu nehmen. Schon eine simple Entlüftung des Heizkörpers sorgt wieder für eine richtige Zirkulation des Wassers im System - und für ruhige Nächte.

  • Wärmestau: Möbel, Verkleidungen oder Gardinen vor Heizkörpern schlucken bis zu 40 % mehr Heizenergie. Ständig gekippte Fenster leiten teure warme Luft ungenutzt nach draußen. Die altbekannte Lüftregel, die wir an dieser Stelle noch einmal erwähnen: Mindestens dreimal täglich für fünf Minuten Stoßlüften.

  • Hitze in der Wohnung: Eine zu hoch gewählte Raumtemperatur belastet den Geldbeutel! Das Absenken der Zimmertemperatur um nur ein Grad wird kaum wahrgenommen, spart aber rund sechs Prozent der Energiekosten.

  • Niedrige Nachttemperatur: Am Abend werden die Thermostate heruntergedreht, damit man im Kühlen schlafen kann. Aus energetischer Sicht ist das absolut falsch: Wird das Haus über Nacht heruntergekühlt, muss die Heizung am Morgen umso mehr arbeiten, um das Zuhause wieder auf eine angenehme Temperatur zu bringen. 

Ein Rätsel? Heizungsabrechnungen verstehen

15 Mio. Haushalte bekommen sie Jahr für Jahr: die Heizkostenabrechnung. Für viele bleiben die Zahlen auf dem mehrseitigen Dokument ein Mysterium - sie werden einfach so hingenommen. Doch wie entziffert man eine Heizkostenrechnung?

Jede Heizkostenabrechnung beginnt mit der Aufstellung aller Heizkosten. Zuerst umfasst sie die Kosten für den Brennstoffkauf - Fernwärme, Gas oder Öl.

Neben dem Energieverbrauch enthält die Abrechnung auch die sogenannten Heiznebenkosten. Dazu zählen Wartungskosten der Heizung, Gebühren für die Heizkostenverteilung und den Schornsteinfeger sowie Betriebsstromkosten der Heizungsanlage.

Übrigens: Mieter haben das Recht, sämtliche Rechnungen und Unterlagen zu kontrollieren, auf denen die Kostenaufstellung basiert.

Gerade wenn die Heizkostenabrechnung zu hoch erscheint, lohnt sich ein Einblick oft. Der Vermieter ist dazu verpflichtet, auf Verlangen Einsicht in die Unterlagen zu gewähren oder eine Kopie der Rechnungen und Unterlagen herauszugeben.