HANDWERKS-TREND 3-D-DRUCK

Der Handwerks-Trend 3-D-Druck ist ein computergesteuertes Fertigungsverfahren für dreidimensionale Objekte, bei dem das Material Schicht für Schicht aufgetragen wird. Als Werkstoffe werden hauptsächlich Kunststoffe, Keramiken, Metalle oder Grafitmaterialien eingesetzt.

Die traditionellen Verfahren wie Fräsen oder Schneiden werden praktisch "umgedreht". Statt das Produkt aus dem Material herauszuarbeiten, wird beim 3-D-Druck das Objekt aus dem gewünschten Material schichtweise aufgebaut (additive Fertigung). Die Daten für den Druck werden anhand eines CAD-Programms erstellt oder durch ein Scan-Verfahren gewonnen.

3-D-Druck eignet sich für Prototypen, Einzel- und Kleinserienfertigungen. Die Herstellung ist schnell und kostengünstig, da keine Gussformen oder ähnlichen Werkzeuge hergestellt werden müssen. Außerdem ist 3-D-Druck nachhaltig, da kaum Abfall anfällt.

3-D-Druck und Handwerk:

Im Handwerk werden die digitalen Arbeitsabläufe die Effizienz steigern und Angebote ermöglichen, die vorher nicht wirtschaftlich waren. Branchen, die schon heute auf 3-D-Drucktechnologie setzen, sind Hörakustik, Zahntechnik und Orthopädie. Bis 2020 sollen 30 Prozent der medizinischen Implantate aus dem 3-D-Drucker stammen, prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Gartner.

In den Bereichen Schmuckdesign, Mode und Produktdesign werden neue Gestaltungsformen entwickelt, die ohne 3-D-Druck nicht machbar sind.

3-D-Druck in der Feinmechanik

Bau- und Ersatzteile können nach Bedarf dezentral hergestellt werden. So setzt besonders der Flugzeugbau auf Metall-3-D-Druck, um Gewicht, Lieferzeiten und Kosten zu reduzieren. Airbus hat bereits eine Serienfertigung von Bauteilen mit 3-D-Druck aufgenommen.

Beton-3-D-Druck

Frischbeton schalungsfrei mittels 3-D-Druck als Bauverfahren anzuwenden wird weltweit erforscht. Die Technik wurde als mögliche Bautechnik für den Mond erfunden und hat sich seitdem rasant weiterentwickelt.

AUTOMATION - HARDWARE - 2025

PROJEKT: HÄUSER AUS DEM DRUCKER

Die TU Dresden und das Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik arbeiten an der Materialzusammensetzung und dem Druckkopf für den Beton-3-D-Druck.

Die ersten Gebäude stehen in China und den Niederlanden. Aus BIM- und CAD-Daten wurden Häuser gedruckt, deren Herstellung ein Kosteneinsparungspotenzial von 30 Prozent hat. Noch aber sind die Verfahren nicht massentauglich. 

DIE WEITEREN TRENDTHEMEN

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